Die Entstehungsgeschichte der St. Elisabeth-Kirche

Das Anwachsen von Industrie und Bevölkerung machte schon 1899 die Gründung der St. Marien-Gemeinde in Baukau und 1906 die Gründung der Herz-Jesu-Gemeinde notwendig. Die ersten Überlegungen, eine dritte Pfarrei aus dem Gebiet von St. Bonifatius zu entlassen, wurden 1911 angestellt und zwar für den Westen ihres Territoriums.
Der damalige Dechant Schäfer erwarb 1914 von dem Architekten Pickhoff in Herne ein Grundstück zwischen Halden- und Brunnenstraße im Wert von 20.000 Mark. Dazu erwarb die St. Bonifatiusgemeinde für den geplanten Kirchenneubau von dem Schreinermeister Ikemann ein neben dem ersten gelegenes Nachbargrundstück im Wert von 12.000 Mark. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges musste das ganze Bauvorhaben auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden. Der Zweite Weltkrieg und eine neue Geldentwertung haben dann alle Geldbeträge zunichte gemacht.

 

 

Im Jahre 1948 griff Pfarrer Deppe mit seinem Kirchenvorstand das alte Bauanliegen erneut auf und veranlasste mit seinem Kirchenvorstandsbeschluss die Gründung der Pfarrvikarie St. Elisabeth. Zum 01. Juli 1949 erfolgte die Gründung des Kirchenbauvereins.
Am 06. Mai 1951 konnte in einer Feierstunde auf dem Baugelände durch Herrn Dechant Deppe der erste Spatenstich getan werden. Die Herner Kirchengemeinden und die Vertretungen der Ratsverwaltung waren anwesend. Am 07. Oktober 1951 erfolgte die Grundsteinlegung durch den Weihbischof Augustinus Baumann unter reger Anteilnahme der Gläubigen und in Anwesenheit der Geistlichen des Dekanates sowie einer Vertretung der Stadt Herne.

Die Bauarbeiten wurden Mitte September 1952 beendet, jedoch vorläufig noch ohne den Turm. Am 28. September 1952 nahm der Erzbischof Dr. Lorenz Jäger die Konsekration der Kirche und des Altares vor und führte vor dem ersten feierlichen Hochamt den Pfarrer in sein Amt ein.
Das Pfarrhaus wurde entworfen von dem Architekten Kraus und erbaut in den Monaten April bis September 1952.

 

 

Die Glocken der St. Elisabethkirche heißen St. Elisabethglocke, Sakramentsglocke, Marienglocke und Johannesglocke; ihre Inschriften lauten:

Heilige Elisabeth, Patronin unseres Gotteshauses bitte für uns Lebende und für unsere Toten.
Zur Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes rufe und ermuntere unsere Herzen.
Heilige und unbefleckte Jungfrau Maria, aufgenommen in den Himmel, sei Fürsprecherin in all unsern Ängsten und Nöten.
Heiliger Johannes, lehre uns das Herz deines Meisters lieben.

 

Der Text wurde von Gerd Biedermann entdeckt und für das digitale Geschichtsbuch aufbereitet.

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