Papiermühle Funkenberg

Neues Papier, in Herne geschöpft.

Herne besaß ehemals zwei Papiermühlen, deren Gebäude heute noch bestehen. Die Mühle Funkenberg in Baukau wurde 1786 von Heinrich Wilhelm Funkenberg auf Strünkeder Grund und Boden errichtet.

In dieser Mühle ließ der Prediger Senger auf Haus Reck bei Kamen aus einem neuen Stoff, der Conserva, auch Wasserwolle genannt, Papier herstellen. Zum Beweise der guten Papierqualität hat er auf diesem Funkenbergschen Papier sein Buch drucken lassen: „Die älteste Urkunde der Papierfabrikation, in der Natur entdeckt. 1799″. Das von Funkenberg hergestellte Papier war „handgeschöpft“.

 

Alte Papiermühle Funkenberg, undatiert, Foto Stadtarchiv Herne
Alte Papiermühle Funkenberg, undatiert, Foto Stadtarchiv Herne

 

Die zweite Papiermühle in Herne lag bei dem ehemaligen Strünkedischen Gute Sodingen (später Schulte-Sodingen) und wurde 1719 gegründet.

Ihre Pächter in der Zeit von etwa 1800 bis 1822 waren Joh. Adolf Engels, Papierfabrikant in Werden, und Tesdienmacher. Hergestellt wurde hier das neue Kupferstichpapier, das bisher aus Frankreich kam. Nach Ablauf des Pachtverhältnisses (1822) schrieb der Besitzer Schulte-Sodingen seine Mühle zum Verkauf aus.

Der Text wurde von Gerd Biedermann entdeckt und für das digitale Geschichtsbuch aufbereitet.

 

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