Schüchtermann & Kremer-Baum

Experte für Kohleaufbereitung

Der Kommerzienrat Fritz Baum (geb.1852 in Wellesweiler, Kreis Ottweiler, gest. am 19. Mai 1906 in Wiesbaden) gründete Mitte 1883 die Maschinenfabrik Baum (vom 21. Oktober/15. November 1905 an „Maschinenfabrik Baum Aktiengesellschaft“) – später Schüchtermann & Kremer-Baum AG.

Bereits in seinem Geburtsort hatte Baum Kontakt zu dem späteren Generaldirektor der Bergwerksgesellschaft Hibernia Leo Gräff. Als dieser 1875 seinen Dienst in Herne antrat, kam auch Baum als Ingenieur zur Hibernia nach Herne. Er blieb bis zum 31. Mai 1883 bei der Gesellschaft, bevor er seine eigene Firma gründete.

 

Werbeanzeige der Maschinenfabrik Baum AG, um 1920, Repro Stadtarchiv Herne
Werbeanzeige der Maschinenfabrik Baum AG, um 1920, Repro Stadtarchiv Herne

 

Diese entwickelte sich aus kleinen Anfängen heraus zu einem bedeutenden Unternehmen, das sich hauptsächlich mit der Kohleaufbereitung befasste. Es stellte Kokereimaschinen, Filter- und Flotationsanlagen, Schachtaufschiebevorrichtungen, Transportanlagen sowie Kohlenwäschen für Nass- und Trockenaufbereitung her.

Anfang der 1930er Jahre wurde ein großer Teil der Firma in Herne infolge der Wirtschaftskrise still gelegt und die Produktion in Dortmund konzentriert. Die eigene Schrauben- und Nietenfabrikation wurde eingestellt, die Maschinen verkaufte man an die benachbarte Gewerkschaft Dorn.1963 wurde das Herner Werk endgültig stillgelegt.

Jürgen Hagen

 

Quellen:

  • Stadtarchiv Herne, Abteilung Wirtschaft, Bestand „Schüchtermann & Kremer-Baum“ 
  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 104, 207 und 208, 421, 564, Baumstraße, Fabrikstraße, Kremerstraße, Schüchtermannstraße

 

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