Bergmannsbuche und Marienbildstock im Gysenbergwald

Am 20. Juni 1921 fanden nach einer Schlagwetterexplosion auf dem Sodinger Bergwerk ‚Mont Cenis‘ 85 Bergmänner den Tod.

In Gedenken an die verunglückten Bergleute sollen der Überlieferung nach die Landwirtin Elisabeth Kranenberg und ihre Gehilfin Antonia Kazmierczak spontan eine Buche mit einem kleinen Gotteskreuz und Rosenkranz geschmückt und diese „Bergmannsbuche“ genannt haben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde neben der Bergmannsbuche ein Marienbildstock errichtet.  Eine Nachfolgekonstruktion ersetzte im April 2012 das mutwillig zerstörte Original. Der neue Marienbildstock wurde am 01. Mai 2012 geweiht.

Mit der Bergmannsbuche, dem Marienbildstock, der im Mai 2012 an die Bergmannsbuche angebrachten Figur der heiligen Barbara – Schutzpatronin der Bergleute – und zwei hinzugefügten Grubenlampen soll an alle verunglückten Bergmänner erinnert werden.

Am 21. Juni 2018 – 97 Jahre nach dem Unglück auf ‚Mont Cenis‘ – wurde von Bezirksbürgermeister Mathias Grunert eine zwischen Marienbildstock und Bergmannsbuche angebrachte Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben.

Die Bergmannsbuche befindet sich im Gysenbergwald an der Stelle, wo der Feldweg ausgehend von der Gerther Straße auf den Reitweg trifft.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Stadtarchiv Herne, Dokumentationsbibliothek, Bestand Denkmale, Bergmannsuche und Marienbildstock
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