Gedächtnisstützen – Denkmale in Herne und Wanne-Eickel

Viele kennen sie, die klassischen deutschen Denkmale, wie z. B. die Siegessäule in Berlin, das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. am Deutschen Eck in Koblenz, das Lutherdenkmal in unserer Partnerstadt Eisleben, das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica oder das Holocaust-Mahnmal (Denkmal für die ermordeten Juden Europas) in Berlin. In ihnen spiegeln sich die Vielfalt der Anlässe für ihre Errichtung sowie die Bedeutung dieser Form von Erinnerungskultur wieder.

Die erste bekannte Verwendung des Begriffs Denkmal stammt von Martin Luther, der dieses Wort in seinen Schriften als „Gedächtnisstütze“ definierte.

Alles, was von allgemeinem Interesse war, wurde bis in die 1880er Jahre hinein nach der Lutherischen Definition als Denkmal bezeichnet.

Förmlicher kommt das heute gültige Denkmalschutzgesetz daher:  „Denkmäler sind Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht.“

Denkmale lassen sich in verschiedenen Kategorien unterteilen:

  • Personenbezogene Denkmale
  • Brunnendenkmale
  • Denkmale zur Erinnerung an Kriegsopfer, an die Opfer des Widerstands, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter
  • Denkmale zur Erinnerung an bedeutsame Ereignisse für Stadt, Region und Land
  • Industriedenkmale
  • Denkmale mit „Seltenheitswert“
  • Gebäude
  • Plätze

Die hier vorgestellten Denkmale bilden ein gutes Stück lokaler Geschichte ab, laden aber auch hier und da zu einem Ausflug  in die deutsche Geschichte ein.

Manfred Hildebrandt, Jürgen Hagen

Erstveröffentlichung des ursprünglichen Textes:

„…bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten…“-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt, Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008

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