Gedenktafel zur Erinnerung an die niedergebrannte Wanne-Eickeler Synagoge

Zur Erinnerung an die in der Reichspogromnacht vom  09. auf den 10. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannte Wanne-Eickeler Synagoge wurde am 19. September 1976 an der Hauptstraße, Ecke Am Sportpark durch Oberbürgermeister Robert Brauner und den ehemaligen Vorsteher der Wanne-Eickeler Synagogengemeinde Dr. Julius Leeser ein Gedenkstein aus Granit mit einer bronzenen Inschrifttafel enthüllt.

 Deren Erinnerungstext lautet:

ZUR ERINNERUNG AN DIE SYNAGOGENGEMEINDE IN WANNE-EICKEL UND AN DIE JÜDISCHEN BÜRGER DIESER STADT, DIE IN DEN JAHREN 1933 – 1945 OPFER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT WURDEN.

 

Eine Errichtung des Mahnmals an der Langekampstraße, dem historischen Ort der Wanne-Eickeler Synagoge, scheiterte zuvor am Widerstand des Unternehmers Heinrich Heitkamp, der das Grundstück 1951 vom Jewish Trust erwarb.

Nach jahrzehntelangen politischen und bürokratischen Verzögerungen wurde schließlich am 09. November 2013 auf Initiative der Stadt Herne die Gedenktafel an der Begrenzungsmauer zum Gelände, auf dem die Synagoge stand, und somit an historischer Stätte, angebracht.

Manfred Hildebrandt, Jürgen Hagen

 

Quellen:

  • „…bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten…“-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt, Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008
  • Ralf Piorr, „Nahtstellen, fühlbar, hier…“, Zur Geschichte der Juden in Herne und Wanne-Eickel, Seiten 238 bis 242, Klartext Verlag, Essen 2002
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