Fortuna-Kiosk

Auf Betreiben des Wanne-Eickeler Stadtarchivars Rudolf Zienius wurde der „Fortuna-Kiosk“ 1971 für das Heimatmuseum Unser Fritz erworben. Gebaut und zunächst aufgestellt wurde der Kiosk in Gelsenkirchen. Man geht davon aus, dass der Kiosk kurz nach dem deutsch-französischem Krieg 1870/71 gefertigt wurde. Anfang 1900 wurde dieser von einem Gelsenkirchener Mineralwasserfabrikanten an einen Wanne-Eickeler Gewerbetreibenden verkauft, der den Kiosk auf der Gelsenkircher Straße in Höhe der Straße Am Mühlenbach betrieb.

Der Transport zum Museum an der Unser-Fritz-Straße, der vom Technischen Hilfswerk, Ortsverband Wanne-Eickel, durchgeführt wurde, gestaltete sich schwierig. Fortuna vom Dach zu holen war noch das geringste Problem. Es musste jedoch ein Umweg über die Corneliusstraße genommen werden, da alle Brücken, die auf dem direktem Wege lagen, zu niedrig waren. An der Unterführung Corneliusstraße überlegte man gar, die Luft aus den Reifen des Sattelschleppers abzulassen, um so einige Zentimeter zu gewinnen. Das war dann aber nicht notwendig, denn es blieben zwischen Kioskdach und Unterführung noch ganze fünf Zentimeter Platz .

Transport des Fortuna-Kiosks zum Heimatmuseum Unser Fritz durch das Technische Hilfswerk, Ortsverband Wanne-Eickel, Foto THW Wanne-Eickel

2013 bekam der historische Kiosk einen neuen Anstrich. Zwei Jahre später wurde das marode Dach hergerichtet. Die Kosten für die fachgerechte Dachrestaurierung betrugen 13.000 €. Da es sich bei der Trinkhalle rechtlich um ein Ausstellungsstück und nicht um ein Gebäude handelt, war das Gebäudemanagement der Stadt Herne für die Restaurierung nicht zuständig. Mit Unterstützung der Freunde des Emschertalmuseums, der Mondritterschaft Wanne-Eickel, der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel und von privaten Spendern konnten die Kosten gestemmt werden.

Jürgen Hagen

Quellen:

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