Haus Crange

Die erste bekannte Erwähnung des Hauses Crange stammt aus dem Jahr 1433.

Am 10. August 1441 erfolgte die Lehensübergabe des Hauses ten Krangh mit Vorburgen, Gräben und Vestungen (= Befestigungen) an Derick van Eykel durch Adolph, Herzog von Cleve und Graf von der Mark. Ein Vermerk aus dem Jahre 1555 lautet: „Zum Crang liegen zwei Häuser oder adelige Sitze, das eine heißt das Oberste oder Alte Haus, das andere das Neue Haus. Beide liegen so in der neuen Emscher, dass sie von ihr rundum beflossen werden. Hart am Neuen Haus liegt die Freiheit zum Crang und hat wohl zwanzig Häuschen.“ Dieses Alte Haus ist vermutlich eine Motte gewesen.

Durch einen Brand wurde 1761 die spätmittelalterliche Burganlage weitgehend zerstört und anschließend als Schloss wieder aufgebaut.

Haus Crange verblieb bis 1637 im Besitz der Familie von Eickel und ging dann an die Familie von Rump über. Von 1875 bis 1906 war der Reichsfreiherr von Landsberg-Velen zu Gemen der letzte adelige Besitzer des Adelssitzes.

In der Folge waren verschiedene Wirtschaftsunternehmen Eigentümer, bis Haus Crange 1992 von der Wanne-Eickeler Bauunternehmung Engelbert Heitkamp – mittlerweile in sehr schlechtem baulichen Zustand – an die Stadt Herne überging.

2002 wurden die einsturzgefährdeten Mauern abgerissen.

Im August 2008 begannen die Arbeiten an der Gestaltung als „Öffentliche Grünanlage Ruine Haus Crange“, die im September 2012 abgeschlossen wurden.

Jürgen Hagen

Quellen: 

  • Stadtarchiv Herne, Dokumentationsbibliothek, Bestand Stadtteile, Crange; Bestand Adelssitze, Haus Crange

 

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