Sassenburg

Ob es in Eickel eine „Sassenburg“, also eine Sachsenburg gab, wie Gustav Hegler schreibt, ist quellenmäßig nicht nachweisbar. Die althochdeutschen Wörter „siaza“ und „sete“ bedeuten Sitz, Ansitz, Weidegut und Waldeigentum. Ob hier eine frühgeschichtliehe Befestigungsanlage gelegen hat oder ob das althochdeutsche „bur“ gemeint ist, das in Westfalen die „Burschaft“ (Bauerschaft), d. h. den Inbegriff der Hofbesitzer eines Dorfes, bedeutet, ist ebenfalls nicht feststellbar.

An der Ecke Lohof- und Burgstraße lag der „Lohdeick“, der später in eine Wiese, die sogenannte „Sassenburg“, umgewandelt wurde.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 542, Sassenburg
Print Friendly, PDF & Email