Vogelsangs Hof

Der Hof Vogelsang lag in der alten Gewann „Eickel“, Gemarkung Eickel, Flur I, genannt Eickel.

In dem Verzeichnis der Güter des Offiziums Wattenscheid aus dem Jahre 1411 wird in „Byckeren“ als zinspflichtig „die Vogelßhove“ aufgeführt. Der Name „Rutger Vogelsanck“ taucht 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf; in der Türkensteuerliste von 1542 wird ein Vogelsanck, im Türkensteuerregister von 1598 werden „Vogelsenck“ sowie „Johan Vogelsanck“ und im Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum von 1664 wird „Johann Vogelsangh, Pfächtiger und Kötter zwei Feuerstätten, deren eine Johan von Oven bewohnt“ mit dem Grundherrn „Aschenbroch zu Eickel“ genannt.

Vogelsangs Hof, Foto Stadtarchiv Herne
Vogelsangs Hof, Foto Stadtarchiv Herne

Vogelsang wird 1733 im Martinsbuch als Halbbauer beschrieben, der alljährlich zur Abgabe eines Ankers Bier (circa 35 Liter) verpflichtet war. Die jahrhundertealte Geschichte der Familie Vogelsang erlosch 1933, als Bauer Wilhelm Vogelsang verstarb und keine Erben hinterließ.

Der letzte Hof war 1706 erbaut worden und durch die Reichsstraße, einen ehemals von Hecken umsäumten Hohlweg, mit dem Acker des Bauern Vogelsang verbunden. Dieser Hof wurde am 02. Februar 1945 durch Bombentreffer zerstört. Nachdem die Stadt Wanne-Eickel 1961 das Grundstück erworben hatte, konnte nach Abriss der Gebäude der Volksgarten Eickel 1964 wesentlich erweitert werden.

Jürgen Hagen

Quellen:

Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 53 und 54, Am Vogelsang

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