Alfred Hufeld (Oberstadtdirektor von Wanne-Eickel)

Geboren wurde Alfred Hufeld am 07. November 1910 in Halle an der Saale. Hufeld war verheiratet und hatte zwei Kinder.

Nach dem Abitur begann er 1930 ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Köln. 1935 legte er das Erste Juristische Staatsexamen, 1939 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Zwischen 1939 und 1941 war er Regierungsassessor im Geschäftsbereich des Reichsarbeitsministeriums. Von 1941 bis 1943 war er beim Landesarbeitsamt Ostpreußen beschäftigt, wo er zum Regierungsrat ernannt wurde. Ab dem 22. August 1939 leistete er seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg, zuletzt im Rang eines Oberleutnants. Er geriet in Kriegsgefangenschaft und kehrte am 04. Januar 1946 zurück. Zwischen 1946 bis 1948 absolvierte er eine Maurerlehre in Heide/Holstein, ab 1948 war er dort als Angestellter im Arbeitsamt tätig. Im Jahr 1950 wurde Hufeld Erster Stadtrat und Syndikus der Stadt Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein), ab 1958 war er dort hauptamtlicher Bürgermeister.

Alfred Hufeld, Repro Stadtarchiv Herne
Alfred Hufeld, Repro Stadtarchiv Herne

Am 01. Januar 1960 trat das SPD-Mitglied Hufeld schließlich seinen Dienst als Oberstadtdirektor der Stadt Wanne-Eickel an. Das Amt übte er bis zum 31. Dezember 1974 aus. Während seiner Dienstzeit wurde Hufeld aufgrund seiner vielfältigen Kenntnisse und Interessen auf dem Gebiet des Personal- und Ausbildungswesens 1966 von der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände zum Vorsitzenden der Leitstelle der Studieninstitute für kommunale Verwaltung gewählt. Schon vorher war er in den Personalausschuss des Deutschen Städtetages Nordrhein-Westfalen gewählt worden, dessen Vorsitz er lange Jahre innehatte. Außerdem gehörte er dem Presse- und Schulausschuss und dem Vorstand des Städtetages Nordrhein-Westfalen an.

Nach dem Zusammenschluss von Herne und Wanne-Eickel zur neuen Stadt Herne war er vom 01. Januar bis zum 14. Juli 1975 Beauftragter für die Wahrnehmung der Aufgaben des Gemeindedirektors unter Weiterführung der Amtsbezeichnung Oberstadtdirektor. Sein Berufsleben endete am 30. September 1975, als er als Stadtdirektor der neuen Stadt Herne pensioniert wurde. In seiner Amtszeit als Oberstadtdirektor Wanne-Eickels wurden zehn neue Schulen und das Westfälisch-Märkische Studieninstitut gebaut. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Hufeld an seinem 63. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Alfred Hufeld starb am 23. Dezember 2009 in Herne.

Jürgen Hagen

Siehe auch: Herner und Wanne-Eickeler Stadtoberhäupter

Quellen:

  • Stadtarchiv Herne, Best. 104 – 2 – A7
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