Karl (Carl) Behrens (Generaldirektor ‚Hibernia‘)

Der königliche Bergrat a. D. Karl Behrens (geb. am 14. Februar 1854 in Tribsees, Kreis Grimmen/Pommern, gest. am 02. Juli 1906 in Halberstadt) war vom 01. September 1889 bis zum 02. Juli 1906 Generaldirektor und alleiniger Vorstand der Bergwerksgesellschaft Hibernia. Er war Nachfolger von Bergassessor a. D. Leo Gräff.

Er machte mit außerordentlichem Unternehmungsgeist und großem Geschick die Gesellschaft durch Angliederung neuer Bergwerksfelder wie Nosthausen und Neuborbeck und verschiedener Zechen (zum Beispiel Shamrock 3/4, Schlägel & Eisen,  Alstaden) zu einem der größten Bergwerksunternehmen des rheinisch-westfälischen Steinkohlenbergbaus und gehörte bald zu dessen angesehensten Führungskräften. Die Schächte Shamrock 3/4 wurden 1906 in ‚Behrens-Schächte‘ umbenannt.

Karl Behrens widmete sich auch den allgemeinen Fragen des Industriebezirks. So war er unter anderem ab dem 20. Mai 1897 stellvertretender Vorsitzender der Handelskammer zu Bochum. Bei der Schaffung der Emschergenossenschaft, welche dem Bezirk eine durchgreifend geplante Entwässerung brachte, machte er sich verdient.

Zeitweise hat Karl Behrens mit seiner Familie in der sogenannten Mulvany-Villa auf dem Gelände der Hauptverwaltung der Hibernia-Bergwerksgesellschaft gewohnt.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Stadtarchiv Herne, Dokumentationsbibliothek, Bestand Personen, Behrens
  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 109, Behrensstraße
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