Karl Neuhaus (Oberbürgermeister von Wanne-Eickel)

Geboren wurde Karl Neuhaus am 24. Januar 1888 als Sohn eines katholischen Gastwirts in Gelsenkirchen. Neuhaus war verheiratet, aus der Ehe sind fünf Kinder hervorgegangen.

Nach Besuch der Volksschule und des Gymnasiums begann er am 01. April 1907 eine Lehre als Maurer. Vom 18. Oktober 1908 bis zum 16. März 1911 besuchte Neuhaus die Baugewerkschule in Münster. Hier legte er erfolgreich die Baumeisterprüfung ab. Anschließend war er als Architekt tätig und leistete seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger bei einem Pionierbataillon in Hannoversch Münden ab. Es folgte von 1912 bis 1914 ein Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt. Am 15. Juni 1914 trat er eine Stelle als Bautechniker beim Amt Wanne an. Zwischen 1914 und 1918 war er als Soldat im Ersten Weltkrieg eingesetzt, zuletzt im Range eines Leutnants der Reserve.

Karl Neuhaus, Repro Stadtarchiv Herne
Karl Neuhaus, Repro Stadtarchiv Herne

Im Januar 1919 nahm er seinen Dienst beim Amt Wanne wieder auf. Dort wurde er 1923 Leiter des Bebauungs- und Siedlungsamtes. Nach der Stadtwerdung wurde Neuhaus Stadtbauamtmann in Wanne-Eickel. Von 1940 bis 1941 leistete er erneut Kriegsdienst, zuletzt als Oberleutnant der Reserve.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Neuhaus am 11. April 1945 durch die britische Militärregierung zum Oberbürgermeister der Stadt Wanne-Eickel ernannt. Dieses Amt hatte er allerdings nur bis zum 23. Juli 1945 inne. Danach stand das CDU-Mitglied bis zum 31. Januar 1953 als Stadtbaurat weiter in städtischen Diensten. Nach seiner Pensionierung entwarf und baute Neuhaus mit einem ehemaligen Mitarbeiter das Hallenbad in Wanne-Süd.

Karl Neuhaus starb am 28. Dezember 1961 in Arenberg bei Koblenz.

Jürgen Hagen

Siehe auch: Herner und Wanne-Eickeler Stadtoberhäupter

Quellen:

  • Stadtarchiv Herne, Best. 101 – 2 – A19

Literatur:

  • Stadt Herne, Der Oberbürgermeister, 2 Rathäuser – 22 Oberbürgermeister, Seite  19
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