Oestrich

Der Name der ehemaligen Bauerschaft stammt von der alten Gewannbezeichnung ‚Oestrich‘ in der Gemarkung Holthausen, Flur XVII, genannt Oestrich. Der Name Oestrich ist abgeleitet von ‚Osterwick‘, was Siedlung im Osten bedeutet. Im Lehnbuch der Grafen von der Mark erscheinen 1392 der ‚hoeff to Osterwich‘ (Hof zu Oestrich) und ‚dat woyste gud, dat Wilhelm van Osterwich‘ (Gut Oisterwick) gehörte. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark wird ‚Herman to Oistryck‘, im Türkensteuerregister von 1598 ‚Schuldt zue Oesterrich‘ und in einer Schatzung aus dem Jahre 1654 ‚Schulte to Oistrich‘ erwähnt.

Ausschnitt aus der Karte des Amtes Sodingen, Anfang 1928, Repro Stadtarchiv Herne
Ausschnitt aus der Karte des Amtes Sodingen, Anfang 1928, Repro Stadtarchiv Herne

Die Bauerschaft Oestrich gehörte zum Gericht, zur Mairie (Bürgermeisterei während der napoleonischen Zeit), zur (preußischen) Bürgermeisterei, zum Amt Castrop in der Gemeinde Holthausen. Mit Wirkung vom 01. April 1914 wurde Oestrich in die Landgemeinde Gerthe im Kreis Bochum umgemeindet.

Im Zuge von Grenzberichtigungen wurde die Bauerschaft zusammen mit Kray am 01. August 1929 in die kreisfreie Stadt Herne eingegliedert.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 483 und 484, Oestrichstraße
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