Emscherbruch

Der Name stammt ab von der alten Gewannbezeichnung „Emscher Bruch“ in der Gemarkung Bickern, Flur I, genannt Riemker Mark. Der „Embsterbruch“ wird in einer Urkunde des Bochumer Landgerichts vom 29. August 1765 über einen Zwangsverkauf von Grundstücken erwähnt.

Im allgemeinen versteht man unter „Bruch“ ein mit Erlen, Birken, Eschen und verkrüppelten Nadelhölzern bestandenes Weichland. Im Gegensatz dazu war der Emscherbruch größtenteils mit Eichen bewachsen, gefolgt von Buchenhochwald. Dazwischen lagen Erlenbrüche, Dornendickichte und Wasserlachen, die nie ganz austrockneten. Derartige Vertiefungen wurden im Volksmund Blitzkuhle genannt, weil bei einem Gewitter häufig der Blitz in solchen mit voll Wasser stehenden Kuhlen einschlug.

Der Emscherbruch ist ein ehemaliges Weidegebiet im Flußtal der Emscher. Nach diesem wurden auch die damals hier beheimateten Wildpferde, die Emscherbrücher benannt.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 356, Im Emscherbruch.

Jürgen Hagen

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Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 356, Im Emscherbruch.