Wilbe

Der Name stammt ab von der alten Gewannbezeichnung „Wilbe“ in der Gemarkung Röhlinghausen, Flur II, genannt Bönebruch.

Die Namen „Peter opder Wiltbanen“ und „Derick opder Wildbaen“, beide Bürger aus der Bauerschaft „Hoirle“ (Hordel) im Niederamt Bochum, tauchen bereits 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark auf. 1664 wird ein „Pfächtiger Wilbahn, Eigenhöriger“, als zur Grundherrschaft „Hugenpoth zum Gosewinckel“ gehörig erwähnt.

Das Wort „Wil“ bedeutet soviel wie Wild und die Endung „be“ ist auf das Grundwort „bahn“ zurückzuführen. Demnach war „Wilbe“ oder „Wildbahn“ das Gebiet, in dem sich das Wild frei bewegen konnte.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 88, Auf der Wilbe.

Jürgen Hagen

Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 88, Auf der Wilbe.
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