Constanz Maximilian Friedrich von Baltz (Landrat)

Dem Königlichen Landrat des Kreises Gelsenkirchen Dr. jur. utr. Constanz Maximilian Friedrich von Baltz (geb. 09. August 1854 in Berlin, gest. 16. Juni 1918 in Trier) ist die Bildung des Amtes Eickel am 01. November 1891 zu verdanken.

Nach dem Studium der Rechte und der Cameralia in Heidelberg, Straßburg, Leipzig und Berlin mit anschließender Promotion zum Dr. jur. utr. arbeitete Baltz zwei Jahre in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes, bevor er am 15. Mai 1885 mit der kommissarischen Leitung des Landratsamtes in Gelsenkirchen betraut wurde. Auf Beschluss des Kreistages vom 16. Dezember 1885 wurde Dr. Baltz ab 21. Februar 1886 zum Landrat des Kreises Gelsenkirchen ernannt. Doch schon ab 10. November 1891 wurde er dem Oberpräsidenten von Westfalen „zur Hilfeleistung überwiesen“. Dieser ernannte ihn am 17. Februar 1892 zum Regierungsrat.

Weitere Stationen seines Lebensweges sind: 16. Oktober 1894 Dirigent der Bauabteilung beim Polizeipräsidenten in Berlin, 19.Dezember 1898 Oberregierungsrat bei der Regierung in Breslau, 16. März 1903 Präsident der Regierung in Magdeburg, 06. Januar 1908 Präsident der Regierung in Trier. Von 1887 bis 1894 war Dr. Baltz Mitglied des westfälischen Provinziallandtages.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 97, Baltzstraße.

Die Städte Saarbrücken und Werben/Elbe ernannten ihn zu ihrem Ehrenbürger.

Jürgen Hagen

Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 97, Baltzstraße.
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