Hermann Pieper (Generaldirektor Zeche Constantin der Große)

Bergrat Hermann Pieper (geb. 31. August 1839 in Sprockhövel, gest. 22. Juli 1904 in Bochum) war vom 01. Januar 1875 bis 22. Juli 1904 Generaldirektor der Gewerkschaft Vereinigte Constantin der Große. Nach Abschluss des Studiums des Bergfachs wurde er 1865 Referendar und 1868 Assessor. Es folgten Tätigkeiten als Bergassessor beim Oberbergamtsbezirk Dortmund (1868), als Bergwerksdirektor des Steinkohlenbergwerks Vereinigte Schürbank und Charlottenburg zu Aplerbeck (1868) und des Steinkohlenbergwerks Prinzregent zu Bochum (1869).

Hermann Pieper, Repro Stadtarchiv Herne

Hermann Pieper hat maßgebend auf die im Jahre 1890 erfolgte Gründung des Westfälischen Kokssyndikats hingewirkt. Er war viele Jahre Vorsitzender der Sektion II der Knappschafts-Berufsgenossenschaft und Zweiter Stellvertreter des Vorsitzen den des Vereins für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund.

Seit dem 29. November 1878 war Pieper in Bochum Ratsmitglied; im Januar 1879 wurde er zum Vorsteher dieses Gremiums gewählt. Am 08. Januar 1904 ernannte ihn die Stadt Bochum zu ihrem Ehrenbürger.

Nach seinem Tode folgte ihm als Generaldirektor sein gleichnamiger Sohn, der am 18. April 1913 durch einen Unfall ums Leben kam.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 504 und 505, Pieperstraße
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