St. Michael – Pfarrkirche

Am 06. Januar 1911 konnte als Filialkirche von St. Laurentius eine Notkirche in Holzbauweise eingeweiht werden. Das Grundstück an der ehemaligen Hofstraße, der jetzigen Bickernstraße, war ein Geschenk der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft an die Kirchengemeinde, die am 01. November 1913 eine eigenständige Pfarrgemeinde wurde.

Pfarrkirche St. Michael, um 1935, Repro Stadtarchiv Herne

Ihren Namen erhielt das Gotteshaus und die Gemeinde von dem Erzengel Michael, dem Beschützer der Kirche und Patron der christlichen Heere. In der bildenden Kunst wird der Heilige als Wächter und Kämpfer dargestellt. Im Jahre 1924 musste die Holzkirche zum Schutz vor weiterer Feuchtigkeit „in Zement verputzt“ werden. Am 06. November 1944 wurde das Gebäude bei einem Bombenangriff schwer getroffen. Die entstandenen Schäden konnten im wesentlichen bis 1949 beseitigt werden.

Neue Pfarrkirche St. Michael, Repro Stadtarchiv Herne

Am 15. Dezember 1971 begann der Abbruch der alten Kirche. Nach Beendigung dieser Arbeiten konnte im März 1972 mit dem Neubau eines Gemeindezentrums begonnen werden; am 21. August 1972 wurde Richtfest gefeiert. Der erste Gottesdienst fand am 27. April 1974 in der neuen Kirche statt. Die Einweihung der Kirche St. Michael nahm am 16. Mai 1981 der Paderborner Erzbischof Dr. Johannes-Joachim Degenhardt vor.

Jürgen Hagen

Quellen:

  • Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 464 bis 466, Michaelstraße
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