Vellwig

Die Unterbauerschaft Vellwig war benannt nach der alten Gewannbezeichnung „Vellwig“ in der Gemarkung Börnig, Flur XXII, genannt Börnig.

Der Name Vellwig wird erstmals im Jahre 1045 urkundlich erwähnt: Eine Witwe Adela schenkte der Abtei Deutz fünf Hufen Land in „Vilewich“, also fünf Höfe in Vellwig. In einer Urkunde aus dem Jahre 1266 wird als Zeuge ein „Theodericus de Velewic“ genannt. Der Knappe Bernhardus genannt „van der Schadeburg“ bekundet 1333, dass das Katharinenkloster in Dortmund seinem Leibeigenen „Henricus de Velwych“ eine Wiese im Kirchspiel Castorp, also Castrop, verpachtet hat. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark werden in „Borninck“ (= Börnig) ein „Wilhelm to Velaick“ und ein „Bernt von Velaick“ genannt. In der Türkensteuerliste von 1542 in „Bornyk“ ein „Weßel to Velvig“; im Türkensteuerregister von 1598 taucht dann in „B(orn)icke“ die Ortsbezeichnung „Velwigh“ auf.

Ausschnitt Übersichtskarte des Landkreises Dortmund, 1888
Ausschnitt Übersichtskarte des Landkreises Bochum, 1888

Die Unterbauerschaft Vellwig gehörte zur Bauerschaft Börnig und somit bis 1902 zur Bürgermeisterei Castrop, vom 01. April 1902 bis zum 31. März 1928 zum Amt Sodingen. Am 01. April 1928 wurde Vellwig als Bestandteil dieses Amtes nach Herne eingemeindet.1) Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 618 und 619, Vellwigstraße.

Jürgen Hagen

Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 618 und 619, Vellwigstraße.
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