Holthauser Bruch

Der Name stammt ab von der alten Flurbezeichnung „Holthauser Bruch“ (Flur XX) in der Gemarkung Holthausen.

Das 27 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Holthauser Bruch“ liegt im Nordosten unserer Stadt etwa 800 m Luftlinie von der Herner Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel entfernt; es erstreckt sich südlich des Rhein-Herne-Kanals.

Der größte Teil (20 Hektar) gehört noch zur Emscher-Niederung. Von Südosten her greift ein flacher Rücken bei Berkel in das Gelände hinein, der die Umgebung um 3 bis 5 Meter überragt; hier besteht der Untergrund aus Geschiebelehm.

Wälder sind im Landschaftsschutzgebiet nicht mehr vorhanden. Auch der Baum- und Gehölzbestand ist verhältnismäßig gering. Das Gelände wird vorwiegend landwirtschaftlich, in der Umgebung des Berkel teilweise auch gärtnerisch genutzt.

Der Emscherbruch (plattdeutsch „dat Brauk“ genannt) war früher häufig von Überschwemmungen betroffen und deshalb kaum begehbar für Mensch und Tier. Im Sommer verursachten die Fluten oft große Schäden durch Verderben des Heuschnitts. Die Winterfluten wurden dagegen als fruchtbar angesehen. Man sagte daher dem Emscherbruch „Nileigenschaften“ nach.

Die langgestreckte Talsenke von Henrichenburg bis nach Bottrop war die Heimat der Emscherbrücher, einer nur hier beheimateten Art von Wildpferden.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 150 und 151, Bruchstraße.

Jürgen Hagen

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Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 150 und 151, Bruchstraße.