Cranger Heide

Der Name stammt ab von der alten Flurbezeichnung „Cranger Heide“, Flur I, in der Gemarkung Holsterhausen. Die Gewannbezeichnung „Cranger Heide“ gibt es außerden in der Gemarkung Bickern, Flur II, genannt Wanne.

Die Cranger Heide war ein Landbezirk, der sich auf Teile der Gemeinden Holsterhausen, Bickern und Eickel erstreckte. Sie erhielt ihren Namen Crange von dem nächstgelegenen Kirchdorf.

Die Benennung „Heide“ charakterisiert die Pflanzenwelt dieses Gebietes, für die der in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofes anstehende Sandboden ursächlich war: Ginster, Wacholdersträucher und Nadelwald.

Im Vordergrund der wirtschaftlichen Nutzung standen der Viehauftrieb sowie das Holzfällen, Holzlesen und Torfstechen.

Die Cranger Heide wurde genossenschaftlich genutzt; der „Holzrichter“ führte die Verwaltung. Er war Mitglied des Landadels; als „Geschworene“ standen ihm die Schulten von Eickel, Holsterhausen und der Schulte von Altendorneburg zur Seite. Dieses Gremium, das „Holzgericht“, tagte auf dem Hof des Schulten zu Eickel.

Im Zuge der preußischen Reformen wurde auch hier die Genossenschaftsteilung vorgenommen. Bereits vor dem Siebenjährigen Krieg (1756 – 1763) ist mit den Markenteilungen begonnen worden. Im Jahre 1771 konnten die Holzgründe und die „Riemker Mark“ geteilt werden. Die Teilung der restlichen „Cranger Heide“ und der Weidegründe zog sich wegen des Widerstandes der Markgenossen bis 1841 hin.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 164 und 165, Cranger Heide.

Jürgen Hagen

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Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seiten 164 und 165, Cranger Heide.