Scharpwinkels Hof

Der Hof Scharpwinkel lag in der Gemarkung Eickel, Gewann „Cranger Heide“. Dieser stand früher auf dem Gebiet der Neubausiedlung, die hier nach Abbruch des Gehöfts Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.

Im Schatzbuch der Grafschaft Mark (1486) wird in „Holsterhuysen“ (= Holsterhausen) „Johan Scharpwinckell“, in der Türkensteuerliste (1542) ein „Schapwinckel“ in „Ekell“ (= Eickel), im Türkensteuerregister (1598) ein „Scharpwinckel“ und im Feuerstättenverzeichnis (1664) unter dem Grundherrn Haus Grimberg ein „Pfächtiger Schorpwinckel, ein Kötter, eine Feuerstätte“ genannt.

Hof Scharpwinkel, Aussschnitt aus dem Übersichtshandriß Eickel, Juli 1823, Repro Stadtarchiv Herne

Der 1708 errichtete Hof wurde 1885 durch einen Neubau ersetzt. Dieses Haus wurde am 04. März1945 durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg wurde das Wohnhaus wieder aufgebaut. Die Räume wurden als Büro genutzt für den Kohlenhandel, den die Familie Scharpwinkel betrieb. Bauer Schulte vom Langebeckmannshof beackerte zuletzt die Felder des Scharpwinkelhofs, der 1945 in den Besitz der Bergwerksgesellschaft Hibernia übergegangen war.1)Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 550, Scharpwinkelring

Jürgen Hagen

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Anmerkungen

1 Herne – von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße, Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Band 1, Herne 1997, Seite 550, Scharpwinkelring